Unser Ort

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Der 750 jährige Ort Breitau erscheint in seiner Ersterwähnung am 22. Februar 1260 in einer Urkunde des Klosters Cornberg als „Breitowe“. Unter den damaligen Zeugen war auch ein Ritter Wigand von Breitau der damit gleichzeitig Ortsadel in Breitau bezeugt.

Breitau war 1423 hessisches Lehen derer von Hundelshausen. Kirchlich gehörte Breitau ursprünglich zum Archidiakonat Dorla (Thüringen). 1333 besaßen die Grafen von Ziegenhain das Kirchenpatronatsrecht, später die von Trott und von Verschuer. Die Breitauer Kirche mit 3-geschossiger Empore stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde 1893 und erst vor einigen Jahren gründlich erneuert. Ein neues Dreiergeläute wurde nach dem Zweiten Weltkrieg beschafft. Dazu spendete die Gemeinde 7500 DM und 3000 DM Architekt Reinhardt aus Köln.

Breitau war Jahrhunderte hindurch ein Dorf der Bauern, Müller und Maurer und konnte sich in den letzten Jahrzehnten dank seiner reizvollen Waldumgebung und reichen Flora zu einem Fremdenverkehrsort entwickeln. Zu einem Lieblingswanderziel wurde der Breitauer „Holstein“, auf dem Breitauer Maurer in Verbindung mit dem Werratalverein Sontra eine Schutzhütte bauten. An der Straße nach Ulfen steht unterhalb des Hanges, dicht an dem Straßenrand das sagenumwobene Steinkreuz, ein Sühnekreuz. Aus der ehemaligen Schule – der Name des Lehrers Karl Vöpel ist in Breitau noch in lieber Erinnerung -wurde das Dorfgemeinschaftshaus. Das Chorwesen und die Freiwillige Feuerwehr verweisen auf eine große Tradition.

Einwohnerzahl: ca. 368
Gesamtfläche: 961 ha
Höhenlage: 250 m (Grillhütte 343,62 m)

1915: Älteste Breitauer Ansichtskarte mit dem Gasthaus der Familie Almeroth, daß am heutigem Dorfanger neben der alten Linde stand.
1915: Älteste Breitauer Ansichtskarte mit dem Gasthaus der Familie Almeroth, daß am heutigem Dorfanger neben der alten Linde stand.