10 Jahre Förderverein Breitau e.V.

Vor genau zehn Jahren am 09.05.2011 wurde der Förderverein Breitau e. V. gegründet. Die Idee dabei war einen Verein zu Gründen, der für die Belange des Ortes eintritt, der alle anderen Breitauer Vereine verbindet, jung und alt zusammen bringt und der die Einnahmen aus der 750-Jahr-Feier verwaltet und zum Wohle des Ortes einsetzt.
Dieses Vorhaben ist voll gelungen. Der Förderverein hat in den letzten zehn Jahren viele Ideen umgesetzt und dabei einiges auf die Beine gestellt.
Coronabedingt wird eine Jubiläumsfeier nicht stattfinden. Dennoch möchte der Förderverein einmal Danke an alle seine Unterstützer*innen, Förderer*innen und Freunde*innen sagen, ohne die die Umsetzung der zahlreichen eingebrachten Ideen nicht möglich gewesen wäre. Im anhängenden PDF-Dokument möchten wir kurz diese Projekte/ Maßnahmen/Tätigkeiten des Fördervereins Revue passieren lassen. Bitte habt Verständnis dafür, dass bei der Vielzahl der Tätigkeiten nicht alles erwähnt werden kann, aber seid euch sicher, dass nichts vergessen ist.

Flyer 10 Jahre Förderverein Breitau e.V.

Übergabe des neuen Aufsitzmähers auf dem Breitauer Friedhof am 30.04.2021

V.ln.r. Dirk Schäfer, Klaus Reinhardt, Ortsvorsteher Lothar Asbrand, Mario Rabe, Pfarrerin Rita Reinhardt, Horst Göbel, Michael Rabe, Udo Pippardt, Ralf Ewald

„Das Grün hat schon fast Golfplatzqualität“, wird aus den Reihen der Anwesenden gescherzt. Doch wir befinden uns nicht auf einem mehrere Hektar großem Areal für Freunde des Golfsports, sondern auf dem ca. 5.000 qm großen Friedhof des Sontraer Stadtteils Breitau.
Hier wurde durch die Firma Reinhardt Land-, Forst- und Gartentechnik ein neues Fahrzeug an den Friedhofsausschuss und den mit der Pflege des Rasens beauftragten Verein „STV 1985 Breitau“ übergeben. Gewisse Ähnlichkeiten des 19 PS starken Aufsitzmähers mit einem Golf-Cart bestehen nur mit viel Fantasie, denn der gelbe, hochwertige Mulchmäher ist nur ein Einsitzer und durch die Knicklenkung viel wendiger.
Der 25 Jahre alte Vorgänger wurde durch eine Häufung an Reparaturen unwirtschaftlich und musste ersetzt werden. Die neue Technik liefert bessere Abgaswerte, ist leiser und schneller im Betrieb und somit insgesamt auch umweltfreundlicher. Durch die Mulchfunktion wird der Rasenschnitt fein über die Grasnarbe verteilt und fällt dort durch die Grashalme zu Boden. Anschließend zersetzt sich der Schnitt in wertvollen Humus und liefert so die Nährstoffe für neues Grün. „Das schützt den Rasen vor Austrocknung und bietet bodenverbessernden Lebewesen optimale Lebensbedingungen“, erklärt Klaus Reinhardt, Inhaber der Firma Reinhardt Land-, Forst- und Gartentechnik.
„9.000 € kostete die innovative Technik und die konnte vollständig aus der Friedhofskasse finanziert werden“, berichtet Horst Göbel, der als langjähriges Mitglied des Friedhofsausschusses die Fäden in der Hand hält. Dass die Friedhofskasse gut gefüllt war, ist den jährlichen freiwilligen Spenden zu verdanken. „Dieser Fall zeigt, dass wir auf diese Spenden angewiesen sind, um den Friedhof zu pflegen. Doch allein mit der Anschaffung ist es nicht getan“, ergänzt er weiter. Unter anderem wird Kraftstoff für den Betrieb benötigt, Wartungen müssen regelmäßig durchgeführt werden, Reserven für zukünftige Instandsetzungen und Neuanschaffungen müssen gebildet werden und die Mannschaft, die den Rasen mäht, muss auch bei der Stange gehalten werden. „Wir sind sehr froh, dass wir mit dem STV 1985 Breitau einen Verein gefunden haben, der sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft einsetzt und bei jedem Mäheinsatz viel Zeit investiert. Das ist sehr viel wert und verdient Anerkennung!“, führt Horst Göbel sichtlich begeistert weiter aus und hofft, dass „der neue Mäher ebenfalls 25 Jahre halten wird“.

Der neue Ortsbeirat stellt sich vor

Am 26.04.2021 um 20:00 Uhr fand im Dorfgemeinschaftshaus die konstituierende Sitzung des Ortsbeirates statt.
Nach offener Wahl der Mitglieder setzt sich der neue Ortsbeirat wie folgt zusammen:
Ortsvorsteher: Lothar Asbrand
stellv. Ortsvorsteher: Andreas Schweitzer
Schriftführerin: Katrin Walter
stellv. Schriftführer: Jannis Breitfeld
weitere ordentliche Mitglieder: Detlef Nizold, Udo Pippardt, Jasmina Polzin.

Für den Friedhofsausschuss wurden benannt: Horst Göbel und Katrin Walter.

Bürgermeister Thomas Eckhardt, der die Wahl geleitet hatte, bedankte sich, ebenso wie der Ortsvorsteher Lothar Asbrand, bei dem ausgeschiedenen Ortsbeiratsmitglied Irene Schiffer für ihren Einsatz in- und außerhalb des Ortsbeirates, denn gleichzeitig endete für sie auch die Tätigkeit als „gute Seele“ des Dorfgemeinschaftshauses. Diese Aufgabe hat sie stets vorbildlich und aufopfernd für das Gemeinwohl wahrgenommen. 

„Für die neue Legislaturperiode wünsche ich mir eine gute und ertragreiche Zusammenarbeit, mit der wir am Ende unseren Ort lebens- und liebenswert weiterentwickeln.“, so Asbrand. Fragen und Anregungen können gerne persönlich oder per E-Mail an Ortsbeirat@breitau.de herangetragen werden.

Der Ortsbeirat von l. n. r.: Jannis Breitfeld, Lothar Asbrand, Katrin Walter, Udo Pippardt, Detlef Nizold, Andreas Schweitzer, Jasmina Polzin 

Historische Grabsteine

Nach der Restaurierung von zwei historischen Grabsteinen wurden diese nun an ihren neuen Platz verbracht. Unter dem Vordach der Friedhofshalle sollen sie nun die nächsten Jahrzehnte verbringen und sind dabei vor der Witterung geschützt. Willi Göbel, Horst Göbel, Werner Lieberum und Gerhard Schiffer sorgten dabei für einen sicheren Stand der zentnerschweren Steine.

Kreisfreiwilligentag in Breitau 2020

Spielgeräte abreißen, Zäune niederreißen, Wege entfernen, Bäume zurückschneiden. Dies waren die ersten Arbeiten, die im Rahmen des 13. Kreisfreiwilligentages auf dem Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Breitau stattfanden. Grund war aber nicht die blanke Zerstörungswut, sondern vielmehr wurden Vorarbeiten für den neuen Feuerwehrspielplatz getroffen. Dieser soll mehr als doppelt so groß werden, wie der alte Spielplatz. Um dies zu erreichen, wurden zwei nicht mehr bewirtschaftete Gärten dem Spielplatzgelände zugeschlagen. Die in den Gärten noch vorhandenen Infrastruktur in Form von Wegen und Zäunen musste natürlich entfernt werden. Ebenso mussten die alten Spielplatzgeräte weichen, um Platz für die Neuen zu schaffen. Im Zuge dessen wurde auch gleich das auf dem Gelände befindliche Gartenhaus gründlich renoviert, sodass es den künftigen Spielplatzbesuchern zur Verfügung stehen kann. Insgesamt fanden sich in Breitau 22 Helferinnen und Helfer zusammen, die sich in drei Gruppen aufteilten. Gruppe 1 kümmerte sich um die Erdarbeiten, Gruppe 2 um die Zimmerarbeiten an der Gartenhütte und Gruppe 3 kümmerte sich um das leibliche Wohl. Die Arbeiten schritten gut voran, sodass alle Gewerke, bis auf ein paar Restarbeiten an dem Gartenhaus, bis 15 Uhr abgeschlossen werden konnten. Ortsvorsteher Lothar Asbrand zeigte sich beeindruckt von der starken Beteiligung und dankte den Teilnehmenden für die professionelle Umsetzung der Arbeiten. Ein großer Dank ging auch wieder an die Baumschule Walter, die mit schwerem Gerät und persönlichem Einsatz das Projekt unterstützte.

Der Schaftümpel

Alljährlich im Monat Juni wurden am „Schaftümpel“ in Breitau Schafe gewaschen. Dazu wurde ein Damm aus Balken und Steinen errichtet, um die Ulfe auf über einen Meter Tiefe anzustauen. In drei Reihen standen neun Männer und Burschen bis zur Brust im Wasser, reichten die Schafe von Hand zu Hand und wuschen sie gründlich. Das Ulfewasser erwärmt im Gegensatz zu dem Wasser der Kressenteichquelle sehr schnell und ist als Weichwasser für alle Waschzwecke bestens geeignet.

Außerhalb dieser Zeit diente der Platz „Schaftümpel“ der Holzzimmerei. Viele Fachwerkgebäude sind dort von Zimmerleuten vorgefertigt worden.

Die Kressenteichquelle

Die Kressenteichquelle des Wasserwerkes Breitau, weist Schüttungsschwankungen zwischen 48 und 900 l/s bei einem Mittelwert von 290 l/s auf. Das sind 17.400 l/m, 1.044.000 l/h und 25.056.000 l/d. Im Jahr entspringen somit 9.145.440.000 Liter oder 9.145.440 Kubikmeter der Kressenteichquelle. Würde man das ganze Wasser in einen Würfel füllen, so hatte dieser Würfel eine Kantenlänge von rd. 210 Metern. In Badewannen umgerechnet wären dies bei einer durchschnittlichen herkömmlichen Badewanne mit 150 Litern Volumen 60.969.600 Badewannen.

Das Quellwasser wird von hier aus nach Sontra, Nentershausen, Weißenhasel, Cornberg, Iba, Dens, Mönchhosbach und Lindenau verteilt. Überschüssiges Wasser verlässt das Wasserwerk und formt die Breitau, die bis zu ihrer Einmündung in die Ulfe ein Forellenparadies darstellt.

 

Neueinfassung der Quelle 1993

Im September 1993 übernahm die EAM-Wasserversorgung GmbH die Quelle samt Wasserwerk, Hochbehälter, Pumpstation und Rohrleitungssystem vom Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der Quellfassungsbereich war zu diesem Zeitpunkt bereits seit 50 Jahren unverändert geblieben, sodass am 16. Januar 1993 die Sontraer Baufirma Laudemann damit begann die Quelle neu einzufassen. Dies sollte bis zum 04.03.1993 dauern und stelle die Baufirma vor große Herausforderungen. Während der Bauarbeiten musste die Baugrube mit bis zu acht Spezialpumpen, die jede bis zu 500 Kubikmeter pro Stunde schafften, von 2.300 Kubikmetern Wasserandrang in der Stunde befreit werden. Eigens für die Stromversorgung dieser Pumpen und anderen Geräts wurde ein 400 Kilowatt Trafostation installiert. Für die eigentliche Einfassung wurden bis zu neun Tonnen schwere Stahlbetonfertigschachtbauwerke in den Boden eingelassen. Anschliessend wurden neun Entnahmeleitungen in Form von 300 Millimeter starken Druckrohren installiert. Die gesamte Grube wurde zum Abschluss mit 1.800 Kubikmetern Basaltschotter aus Bransrode gefüllt, um Schweb- und Trübstoffe aus dem anfallenden Wasser herauszufiltern. Zum Schluss wurde der gesamte Bau noch mit ca. 30 Zentimeter Mutterboden abgedeckt. Rund 750.000 Deutsche Mark wurden in diese Baumaßnahme investiert.

 

Messeinrichtung Kressenteichquelle

In Breitau werden bis heute die Wasserstände analog mittels eines Schreibpegels kontinuierlich registriert (die Änderungen des Wasserstandes werden über ein Drahtseil mit Schwimmer und Gegengewicht in einem bestimmten Übersetzungsverhältnis auf eine Schreibfeder übertragen, die die maßstäblich verkleinerten Wasserstandsänderungen auf ein Diagrammpapier aufträgt, welches sich auf einer Schreibtrommel mit der eingestellten Umlaufzeit dreht) und mittels einer Bezugskurve in Abflüsse umgerechnet.

Venturigerinne, Lattenpegel, Vertikalschreiber, Messsteg

 

Allmeroths Gasthaus

Die älteste bekannte Ansichtskarte aus Breitau stammt aus dem Jahr 1907 und zeigt eine Dorfansicht von Süden her, die Breitauer Kirche und Allmeroths Gasthaus, das neben dem heute noch existierenden Anger stand. Dazu gesellt sich ein illustrierter Wandersmann und ein Gedicht:

Deine schattigen Täler, deine sonnigen Höh’n, deine klären Quellen, o wie schön wie schön! Deine frohen Lieder und dein starkes Geschlecht: Wo sonst, heimisches Dörfchen, ist alles so echt.

Allmeroths Gasthaus um 1907

Die Fotografien stammen von Oscar Tellgmann, Eschwege, Hofphotograph Seiner Majestät des Kaisers und Königs.

Mandolinen Verein

Dass in Breitau das Singen und das Musizieren schon immer einen hohen Stellenwert hatte, beweist unter anderem, dass in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Mandolinenclub bestand, der von Wilhelm Leimbach, einem berittenen Militärmusik-Dirigenten aus dem I. Weltkrieg im Range eines Unteroffiziers gegründet sowie geleitet und später dann von Georg Iba fortgeführt wurde.